Posted by: kellermax | February 12, 2006

…und schon wieder eine Woche rum…

und was für eine…

es ist Sonntagabend 18:30 und ich gehe komplett auf dem Zahnfleisch. Warum? Weil ich diese Woche so einiges getan und erlebt habe…aber von vorn:

Erstes Highlight am Montag: Mit Erik (Foto im vorherigen Blog-Eintrag) Sqash gespielt. Dieser Sport killt Muskeln und Gelenke. Diese Hypothek habe ich durch die Woche mitgeschleppt…

Dienstag abend hat Karen aus Amerika ihren 21. Geburtstag gefeiert (was ja für die Amis sowas ist wie bei uns der 18.) und zwar im Empire. War schön – das Guinness hat auch gut geschmeckt. Anschließend gab’s “fylle käk” /fille schäck/ ; das heisst “besoffen essen” – halt der typische Döner/Burger/wasauchimmer nach der Sauferei. Das war definitiv der widerlichste Kebab den ich jemals hatte – und die Blähungen am nächsten Tag phänomenal!!

Mittwoch: ein wenig studieren, inkl. Sprachkurs (Academic Writing; Advanced Course – Rüdiger Schreyer lässt grüssen!!). Abends habe ich dann wieder mal eine “delicious dinner” gezaubert – mit leckerster Käsesoße. Dazu gab’s (was wohl?) Bier; wenn auch nur belgisches Import-Bier.

Donnerstag dann ein wenig studieren, Abends waren wir (wenn ich hier von ‘wir’ rede, dann meine ich nicht den pluralis maiestatis, sonder vielmehr die Schwedisch/Amerikanisch/Deutsche Clique (siehe wieder Foto im vorherigen Post) zu der ich mich als zugehörig bezeichne) im Botanic Inn (ja, genau dort!) und haben Karten gespielt. Diesmal auf fylle käk verzichtet.
Freitag: mal wieder ein wenig studieren; aber viel wichtiger: wir haben abends einen Pub-Crawl versucht. Am Ende waren es: The Globe: 1 Bushmills; The Crown: 1 Pint o’ Guinness; Aunte Annie’s: 1 Pint o’ Guinness; Bishop’s (Fish&Chips Place): Fish an’ Chips.

Samstag morgens haben wir uns dann für die legendären “Ulster Fries” zum Frühstück entschieden. Ulster Fries ist dabei nur ein Sammelbegriff für verschiedene (logischerweise gebratene/frittierte) Frühstücks-Zerealien: Sodabread, Pancake, Sausage, Mushrooms, Baked Beans, Bacon etc. Alles auf einem Teller. “Guaranteed to cure every hangover”. (and guaranteed to make you die of heart attack – sooner or later…). Anschließend haben wir dann noch ein bißchen geshoppt. Der Samstag-abend war dann relativ “laid-back”. Wir haben nur ne DVD angeschaut und sind früh zu Bett.

Sonntag (heute) sind wir nämlich nach (London)Derry gefahren. Kleines Städtchen mit 85 000 Einwohnern an der Grenze zur Republik. Im Zentrum der Unruhen in den späten 60ern/frühen 70ern; die Stadt in der der ‘Bloody Sunday’ passierte. Damals lösten Britische Fallschirmjäger eine Bürgerrechtsdemonstration gewaltsam auf: 14 Tote; 13 davon starben direkt, ein weiterer später im Krankenhaus. Die Stadt heisst seit 1983 wieder “Derry” aber für viele Unionisten bleibt der Name der Stadt “Londonderry”. Es gibt dort haufenweise “Murals” (das sind die Malereien auf Mauern mit meist politischer Message und fragwürdigem künstlerischem Anspruch). Ausserdem eine alte, gut erhaltene Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert. Dementsprechend war ich heute auch wieder den ganzen Tag auf den Beinen und jetzt bin ich komplett im Eimer.

Cheerio

Max


Responses

  1. du bist ja soooo zu beneiden! ich will auch guiness … und irish breakfast … und heart-attack … und ALLES! *jammer*
    Back here ist alles mittelprächtig … unendlich viel arbeit, die vhs jeden tag bis 22Uhr überm proberaum (drumset-dämpfung gekauft!), aber wenigstens sind die vorlesungen jetzt vorbei!
    Die Murals gibt es aber auch nicht zu knapp direkt in belfast … ist schon erschreckend, diese propagandistische graffiti-kunst …


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