Adresse & Telefonnummer

Falls mal jemand das Bedürfnis verspürt mir einen Brief oder eine Postkarte zu schreiben:

Beech Grove 1

Room 207

Elms Village

78 Malone Road

Belfast BT9 5BW

Und meine Handy-Nummer: 00447812814865

Nur für den Fall, gelle?

Gruß

Max

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Der Wochenspiegel

Nachdem Tanja mich am Dienstag morgen verlassen hatte musste ich mich natürlich sehr ablenken um nicht dem Gefühl der Einsamkeit anheim zu fallen. Da kamen verschieden Aktivitäten wie Trinken, Ausgehen, Trinken, Sport, Trinken, etc. gerade recht.

Aber von Anfang an: Dienstag abend habe ich wieder mit Erik Squash gespielt. Anschließend war ich im Eg, da gibt es Dienstag abend immer einen Pub-Quiz. Wir haben als Internationals-Team mitgemacht. Und die Fragen sind ober-hammer-krass-scheiße-SCHWER!! Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Das wär definitiv was für Jan & Tobias, da viele Fragen TV-Serien und Filme betrafen – eher nicht so meine Stärke. Peinlicherweise bin ich dann auch bei den Literaturfragen völlig durchgefallen – wie konnte ich auch vergessen, dass es Boris Pasternak war, der den Dr. Schiwago schrob….

Mittwoch abend wollten wir uns ein Eishockey-Match der “Belfast-Giants” ansehen. Der Club hatte die Chance die UK-Meisterschaft zu gewinnen. Leider waren wir zu spät und die Halle war schon ausverkauft. Daher gab es als Alternativ-Programm eine kleine Pub-Runde, die sehr lustig war, da John aus Boston definitiv das Zeug zum Komiker hat. War also ein sehr gutes Alternativprogramm – zumal die Belfast Giants 5:2 auf den Sack gekriegt haben und so vier Pints o’ Guinness auch ordentlich Spass machen.

Donnerstag sind meine schwedischen Freunde dann abgeschissen und wollten wegen einer Präsentation, die vorzubereiten war, nicht ausgehen. Dementsprechend habe ich mir halt andere Saufkumpanen gesucht und auch gefunden. Wieder im Eg gewesen, obwohl der Laden eigentlich nicht mein Fall ist – aber die Lady’s stehen halt drauf. R’n’B und son kack, aber wenn man halt keinen findet, der mit gegenüber ins Bot geht, dann will man halt auch nicht allein…

Freitag abend wollten wir dann endlich mal richtig klassisch-irische Live Musik haben. Die Schweden waren wieder mit dabei, und wir hatten letztendlich zwei sehr gute Singer/Songwriter…eine Lady, die im “Katy Daly’s” ein relativ zeitgenössisches Repertoire zum besten gab und einen Herrn in den Mittvierzigern mit irischen Folk-Songs. Exzellenter Abend, exzellentes Bier: Smithwicks, ein dunkles Lager – sehr zu empfehlen!

Samstag war dann der Geburtstag von Barbara. Die Gute ist aus München, also nicht wirklich aus Deutschland. Beim vorglühen (schwedisch: före fest) in ihrer Küche bekam sie ein kanadisch/amerikanisches Geschenk: Fünf Aufgaben, die es an diesem Abend zu erfüllen galt: 1. Küsse ein Mädchen (french kissing!!! Anm. d. Red.); 2. Küsse einen Jungen (french kissing!!! Anm. d. Red.) 3. Insgesamt 23 Küsse am Abend bekommen 4. Insgesamt 23 mal einen Klaps auf den Popo bekommen und 5. Einen Bodyshot mit einem Jungen trinken. (Anm. d. Red: Beim Bodyshot setzt sie sich auf seinen Schoß, er beugt sich nach hinten und nimmt ein gefülltes Schnapsglas in den Mund. Sie beugt sich über ihn, dann er sich über sie und sie muss es hinbekommen, das Schnapsglas leer zu trinken…).

Es ist wohl ein typisch amerikanischer/kanadischer Brauch sich an seinem Geburtstag von Freunden total zum Depp machen zu lassen – für deutsche Spießigkeit eher schwer vorstellbar. Dementsprechend schwer tat sich Barbara dann auch, aber sie hat sich nach einigen Wodka-Lemons sehr tapfer geschlagen. (Wär ja auch gelacht…sie hat sich mit deutscher Gründlichkeit sehr gründlich zum Deppen gemacht.)

Ich merke gerade, dass es eigentlich ziemlich fies ist, derlei Dinge im Internet einem breiten Publikum zugängig zu machen – Fotos gibt es daher keine, das geschriebene Wort ist schon bösartig genug…Asche über mein Haupt…aber wir haben gut gelacht…Andererseits…in Amerika ist das völlig normal…Vielleicht ist es meine eigene Spießigkeit die mir jetzt einredet, dass die Sache peinlich war…man kann sich ja auch mal zum Affen machen, oder? Zumal wenn man es absichtlich tut, dann ist es ja nicht so peinlich als wäre es Zufall gewesen.
Ja, und am Sonntag gab es im Fernsehen das Eishockey Finale um Olympisches Gold: Schweden – Finnland. Das wollten die Schweden dann natürlich im Fernsehen anschauen, wie ihr Team (Tre Krona) sich schlägt. An dieser Stelle Glückwunsch nach Schweden zum Gewinn der Goldmedaille in o.g. Disziplin!

Wie ihr seht, es war eine Party-Woche für mich. Aber wer hat auch schon ernsthaft erwartet, dass ich im Land der Pubs still in meinem Kämmerchen sitzen würde? Zumal wenn Tanja gerade wieder von mir gegangen ist und ich die Einsamkeit mit Bier und Aktivitäten vergessen machen muss….

Und nur um Euch zu beruhigen: ein bißchen studieren tu ich auch noch. Meistens Vormittags. Keine Angst.

Gruß aus Belfast

Max

Ich bin wieder einsam

Okay Folks,

nachdem Tanja letzte Woche zu besuch war und wir gemeinsam den Norden der Insel unsicher gemacht hatten bin ich jetzt wieder alleine. Heute morgen habe ich sie noch zum Flughafen gebracht und jetzt entspanne ich mal ein wenig…

Eine kurze Aufzählung der Dinge, die wir uns angesehen haben: Natürlich Belfast; besonders hervorzuheben sind hierbei Falls Road (katholisch) und Shankill Road (protestantisch), d.h. dort wo die Troubles am schlimmsten waren.

Beispiel für ein katholisches “mural”:

Decommission.JPG

Beispiel für ein protestantisches “mural”:

UlsterDivision.JPG

Samstag waren wir am “Giant’s Causeway” einer wunderschönen Küstenformation aus Basaltfelsen, die in Irland beginnt und durch’s Meer hindurch (natürlich Unterwasser) bis nach Schottland herübergeht. Der Legende nach hat der Riese Finn McCool sich diese Steine als Brücke aufgeschichtet um eine schöne Schottin zu freien…

Causeway.JPG

Sonntag haben wir uns dann Newcastle angeschaut. Newcastle ist ein kleines Städtchen in Nordirland, nicht zu verwechseln mit dem großen Newcastle in England. Dort gibt es einen tollen Naturpark mit ganz viel Wald…nun ja…das mag für Grashügel-gewohnten Iren ein Geheimtipp sein, aber für ein deutsches Landei wie mich ist Wald nun echt nichts so besonderes…war aber trotzdem schön. Wir haben einen alten Herren im Wald getroffen, der höchst begeistert von uns “Germans” war. Er war überaus neugierig und wollte alles ganz genau wissen – von Ressentiments gegenüber uns “Krauts” keine Spur.

Montags, also gestern, sind wir dann wieder in Belfast herumgewandert. Wir sind so nah es ging an Samson und Goliath herangegangen wie nur möglich. Samson und Goliath sind die beiden gelben, riesigen Kräne der Harland & Wolff shipyards (benannt nach alttestamentarischen Muskelmännern). Ein Augenschmaus für jeden Maschinenbauer…aber auch für ein E-Techniker nicht zu verachten…

samson.JPG

…okay, ich gebe zu, das ist nur einer der beiden…aber auf diesem Foto kann man die Dimensionen besser erkennen. Die Dinger gehören heute noch zu den höchsten Gebäuden (sind Kräne Gebäude? nee, dann wären sie ja von Bauingenieuren gebaut…) also vergesst die Gebäude, es sind mit die höchsten Dinger die man in Belfast finden kann.

und heute habe ich Tanja wieder zum Flughafen gebracht…schade, dass unsere gemeinsame Zeit so schnell vorbei war.

Tja, und schade, dass der Blog-update so schnell rum war, gell?

Bis zum nächsten mal!

cheers

Max

…und schon wieder eine Woche rum…

und was für eine…

es ist Sonntagabend 18:30 und ich gehe komplett auf dem Zahnfleisch. Warum? Weil ich diese Woche so einiges getan und erlebt habe…aber von vorn:

Erstes Highlight am Montag: Mit Erik (Foto im vorherigen Blog-Eintrag) Sqash gespielt. Dieser Sport killt Muskeln und Gelenke. Diese Hypothek habe ich durch die Woche mitgeschleppt…

Dienstag abend hat Karen aus Amerika ihren 21. Geburtstag gefeiert (was ja für die Amis sowas ist wie bei uns der 18.) und zwar im Empire. War schön – das Guinness hat auch gut geschmeckt. Anschließend gab’s “fylle käk” /fille schäck/ ; das heisst “besoffen essen” – halt der typische Döner/Burger/wasauchimmer nach der Sauferei. Das war definitiv der widerlichste Kebab den ich jemals hatte – und die Blähungen am nächsten Tag phänomenal!!

Mittwoch: ein wenig studieren, inkl. Sprachkurs (Academic Writing; Advanced Course – Rüdiger Schreyer lässt grüssen!!). Abends habe ich dann wieder mal eine “delicious dinner” gezaubert – mit leckerster Käsesoße. Dazu gab’s (was wohl?) Bier; wenn auch nur belgisches Import-Bier.

Donnerstag dann ein wenig studieren, Abends waren wir (wenn ich hier von ‘wir’ rede, dann meine ich nicht den pluralis maiestatis, sonder vielmehr die Schwedisch/Amerikanisch/Deutsche Clique (siehe wieder Foto im vorherigen Post) zu der ich mich als zugehörig bezeichne) im Botanic Inn (ja, genau dort!) und haben Karten gespielt. Diesmal auf fylle käk verzichtet.
Freitag: mal wieder ein wenig studieren; aber viel wichtiger: wir haben abends einen Pub-Crawl versucht. Am Ende waren es: The Globe: 1 Bushmills; The Crown: 1 Pint o’ Guinness; Aunte Annie’s: 1 Pint o’ Guinness; Bishop’s (Fish&Chips Place): Fish an’ Chips.

Samstag morgens haben wir uns dann für die legendären “Ulster Fries” zum Frühstück entschieden. Ulster Fries ist dabei nur ein Sammelbegriff für verschiedene (logischerweise gebratene/frittierte) Frühstücks-Zerealien: Sodabread, Pancake, Sausage, Mushrooms, Baked Beans, Bacon etc. Alles auf einem Teller. “Guaranteed to cure every hangover”. (and guaranteed to make you die of heart attack – sooner or later…). Anschließend haben wir dann noch ein bißchen geshoppt. Der Samstag-abend war dann relativ “laid-back”. Wir haben nur ne DVD angeschaut und sind früh zu Bett.

Sonntag (heute) sind wir nämlich nach (London)Derry gefahren. Kleines Städtchen mit 85 000 Einwohnern an der Grenze zur Republik. Im Zentrum der Unruhen in den späten 60ern/frühen 70ern; die Stadt in der der ‘Bloody Sunday’ passierte. Damals lösten Britische Fallschirmjäger eine Bürgerrechtsdemonstration gewaltsam auf: 14 Tote; 13 davon starben direkt, ein weiterer später im Krankenhaus. Die Stadt heisst seit 1983 wieder “Derry” aber für viele Unionisten bleibt der Name der Stadt “Londonderry”. Es gibt dort haufenweise “Murals” (das sind die Malereien auf Mauern mit meist politischer Message und fragwürdigem künstlerischem Anspruch). Ausserdem eine alte, gut erhaltene Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert. Dementsprechend war ich heute auch wieder den ganzen Tag auf den Beinen und jetzt bin ich komplett im Eimer.

Cheerio

Max

Mein Wochenende

Hi Folks!

Diesmal lasse ich die Bilder für sich sprechen.

1. Die Jungs & Mädels die in den Genuss der saarländischen Krumperkischelscha (Kartoffelpuffer) kamen: von vorne im Uhrzeigersinn:

Clique1.JPG

Katie (Minnesota, USA), Leon (Bayern), Erik (Schweden), Niklas (Schweden) und Guillaume (Frankreich)

2. Das Schloss in dem die Queen residiert (wenn sie denn in Nordirland weilt) in Hillsborough:

HillsboroughCastle1.JPG

3. Die Kirche von Hillsborough:

HillsboroughChurch.JPG

4. Das Fort (aus dem 17.Jhd.) von Hillsborough:

HillsboroughFort.JPG

5. Das Abendessen nach dem Tagesausflug (“Cowboy-Supper” bei “Maggie Mae’s”):

cowboysupper.JPG

6. Das Hauptgebäude (Lanyon-Building) der Queen’s University bei Nacht:

Lanyonbefore.JPG

7. Das Hauptgebäude der Queen’s University nachdem ich mehrere Pints genossen hatte:

Lanyonafter.JPG

Die erste Woche ist schon rum…

Hi Folks,

so, die erste Universitäre Woche liegt bereits hinter mir. Ich habe einige interessante Vorlesungen gehört und zumeist relativ verstanden. Meine Mitstudenten (zumeist locals) verstehe ich hingegen kaum.

Jetzt ist aber erstmal Zeit für’s “weekend-feeling”…ausspannen, ausgehen, etc.

Heute habe ich für einige Erasmus-Studenten auf meinem Flur Kartoffelpuffer gebacken. Hat ganz gut geklappt – dafür dass die Pfannen alle bucklig sind und die Hitze nicht sauber übertragen, der Kartoffelschäler der schlechteste im Universum ist, und die Qualität der Kartoffeln mies war…aber die teutonische Kochkunst hat dann doch obsiegt.

Nachher gehe ich mal in den nächsten Musikladen ein wenig Bass spielen…

Und morgen machen wir einen Ausflug nach Hillsborough…danach gibt es wohl wieder ein paar Fotos.

So viel für heute

Gruß

Max